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Donnerstag, 22. Februar 2007

Vergebung und Bekehrung

Ich wollte letzte Woche ja über Bekehrung studieren. Aber mal was anderes finden. Ich denke, ich habe das getan. Auch wenn ich den Zusammenhang erst nicht so gesehen habe. Ich habe sehr viel über Vergebung nachgedacht und es üben dürfen. Es ist interessant, wie das Beziehungen ändern kann. Es ist immer unsere Aufgabe, zu vergeben. Selbst wenn wir "nichts" gemacht haben. Wir müssen auch anderen vergeben können, erst dann fühlen wir uns frei. Was hat das jetzt mit Bekehrung zu tun? Vergebung bringt uns nicht nur anderen näher, sondern auch Christus. Es hilft uns Christus ähnlicher zu werden. Wir bekehren uns, da wir an etwas glauben, was von großem Wert ist, wir kehren von unseren Einstellungen, Gedanken, Taten um und lassen von ihnen, wir geben Raum für etwas Gutes und probieren es aus und arbeiten immer weiter daran.

Ich habe meiner Freundin etwas dazu geschrieben, was ihr auch wissen könnt. Sie hatte eine Frage und das war meine Antwort. Daraufhin dachte ich, ich sollte diesen Eintrag hier schreiben, weil es etwas so wichtiges für mich ist.
what i have learned this weekend: i really need something in common and to change my attitude. i thought about how i can change (even it's not my fault). I felt i need to forgive. and i felt guilty cause i couldn't till now. what happend can't be changed. but i can forget. it's difficult, painful, takes a lot of courage. it helped me to talk about it with friends i found out have same problems. to think and talk made me change. i see everything in a different, happy way. no bad feelings. if you don't have bad feelings for a person (cause you aren't sad anymore) it can start to change. it helped me to see we have something in common now. we have something to talk about. where we can be excited and help each other. that makes it easier for me to talk to these persons, forget everything else cause i am excited to talk with them and it makes me happy.

Und dabei möchte ich unbedingt sagen, ich konnte das nicht alleine ändern. Ich konnte mit 2 Freunden darüber reden. Ich bin so dankbar für Freunde, weil ich gesehen habe, wie Freunde sich gegenseitig unterstützen können. Das setzt allerdings auch Vertrauen voraus.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Immer in Bewegung bleiben

In meiner Mittagspause bin ich noch mal durch alles gegangen, was ich bisher über Bekehrung gelesen habe. Da wurde mir erst bewußt, wie sehr ich grad in dem Prozess der Bekehrung drin bin. Für mich ist es ein Lebenswandel, dass ich mich frei entscheide, den Willen Gottes zu tun. Ich wende mich Gott zu und werde ein Jünger Christi, indem ich ihm nachfolge. Ich erlebe eine Verwandlung meines alten "ichs" in ein neues. Und dabei muss ich ständig etwas tun: Ich muss in Bewegung bleiben. Hinwendung zu Gott heißt ja, dass ich aktiv etwas tue und nicht stehen bleibe. Ich gehe auf ihn zu. Ich kann selber dadurch sehen, dass sich meine Einstellung zum Leben ändert und ich so viel Freude dadurch spüre. Irgendwie geht alles leichter, weil ich ein Ziel habe, auf das ich zu gehen kann. Jedes Mal wenn ich ein kleines Ziel erreicht habe, gibt es mir Kraft für ein neues.

Ich hoffe, dass wir alle immer in Bewegung bleiben und uns jeden Tag dadurch neu bekehren können!

Thema der Woche: Bekehrung

Sonntag hat ein Freund gefragt, wie wir uns ein Thema aussuchen, das wir studieren wollen. Naja, in letzter Zeit hatte ich das nicht so oft gemacht. Irgendwie kam ich dann darauf, dass ich diese Woche über Bekehrung studieren möchte. Aber ich wollte nicht einfach das Übliche dazu raussuchen und lesen. Ich möchte herausfinden, was Bekehrung wirklich bedeutet. Wir bekehren uns ja nicht nur, wenn wir die Kirche kennenlernen und uns entscheiden, getauft zu werden. Auch jeder, der in der Kirche aufwächst, kommt irgendwann an den Punkt, wo er sich bekehren muss. Und außerdem hört die Bekehrung ja nie auf. Wir müssen uns ja jeden Tag neu bekehren.
Ich habe bisher im Schriftenführer nachgeschlagen. Die Gedanken dazu schreibe ich aber später auf. Bei meinem Buch Mormon-Studium bin ich im 1 Nephi und auch dazu gab es einiges, wie sich Laman und Lemuel wieder (teilweise) bekehrt haben.
Der Herr möchte wirklich, dass ich mich mit diesem Thema auseinandersetze. Ich bin gerade wieder in einer Phase, wo ich mich wieder richtig zum Herrn bekehre und ihm noch näher komme. Aber der Herr schickt uns auch Menschen, damit wir uns intensiv damit beschäftigen. In einen Studentenportal hat mir heute eine JAE aus Bonn geschrieben. Sie wurde im Juli getauft und wir haben beide unsere Bekehrungsgeschichte erzählt. Es ist nicht nur, dass wir eine ähnliche Bekehrungsgeschichte haben, nein, es hilft mir intensiv darüber nachzudenken, wie ich mich bekehrt habe und was ich in den letzten 8 Jahren daraus gemacht habe. Genau heute vor 8 Jahren, am 14.2.99, war ich das erste Mal sonntags in der Kirche. Ich war schon genau ein Jahr lang jede Woche beim Tischtennis in der Gemeinde und bei allen Aktivitäten dabei, aber noch nie vorher beim Gottesdienst. Als ich am Sonntag dieses Thema ausgesucht hatte, war es mir gar nicht bewusst, was diese Woche für mich bedeutet. Noch eine Woche vorher vor 8 Jahren hatte ich plötzlich gewußt, dass ich irgendwann in dieser Kirche, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, getauft werde. Es ist also eine wirklich besondere Zeit, da meine persönliche erste Bekehrung da stattgefunden hat.
Ich werde in dieser Woche mehr zu meiner Bekehrungsgeschichte und allem anderen schreiben. Ich weiß, dass es so wichtig ist, dass wir uns immer wieder fragen, ob wir das Abbild Gottes in unserem Gesichtsausdruck haben. Das bringt uns dem Herrn näher und verleiht uns neue Kraft. Ich hoffe, ich kann am Ende der Woche Almas Frage beantworten.

Alma 5:14, 19
Und nun siehe, ich frage euch, meine Brüder [und Schwestern] in der Kirche: Seid ihr geistig aus Gott geboren? Habt ihr sein Abbild in euren Gesichtsausdruck aufgenommen? Habt ihr diese mächtige Wandlung in eurem Herzen erlebt? ... Ich sage euch: Könnt ihr an jenem Tag mit lauterem Herzen und reinen Händen zu Gott aufschauen? Ich sage euch: Könnt ihr aufschauen, wobei das Abbild Gottes eurem Gesichtsausdruck aufgeprägt ist?