Mittwoch, 28. Februar 2007

Vergebung, gepaart mit Liebe und Toleranz

Das Thema lässt mich einfach nicht los. Letztes Jahr am 26. Februar durfte ich in der FHV zum Thema "Vergebung" (Ansprache von Gordon B. Hinckley, GK Okt. 2005) eine Klasse machen. Nur wenige Stunden nachdem ich das Thema bekommen hatte, musste ich mich persönlich damit auseinandersetzen, da mich eine Person ziemlich verletzt hat. Naja und in der Woche habe ich gelernt, was Vergebung heißt.
Irgendwie bringt Vergebung, gepaart mit Liebe und Toleranz, Wunder zuwege, die sonst nicht geschehen könnten.
- Präs. Gordon B. Hinckley, GK Okt. 2005

Und dadurch hatte ich in der Woche gelernt, jemandem wirklich zu vergeben.

Und in den letzten 2 Wochen hatte ich mich ja auch damit auseinandergesetzt. Ich kann nur bestätigen, dass Vergebung mit Liebe und Toleranz Wunder bewirkt. Ich habe es seit gestern wieder erlebt. Es ist für mich immer noch unglaublich. Aber Dinge können geschehen, die wir nie mehr für möglich gehalten haben. Das ist ein unglaubliches Gefühl.

Ich hatte Ende letzten Jahres meiner Gemeinde Zeugnis gegeben, dass man jemandem vergeben kann, ohne eine Entschuldigung zu bekommen. Das ist das, was Christus uns ja auch lehrt. Wir sollen immer vergeben. Und wenn man dieses Wunder der Vergebung gespürt hat, merkt man auch, dass man alles andere vergessen konnte und keine Entschuldigung braucht. Mit der Liebe für die entsprechende Person ändert sich alles.
Matthäus 18: 21 Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? 22 Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.

Epheser 4:32 Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat.

Donnerstag, 22. Februar 2007

Vergebung und Bekehrung

Ich wollte letzte Woche ja über Bekehrung studieren. Aber mal was anderes finden. Ich denke, ich habe das getan. Auch wenn ich den Zusammenhang erst nicht so gesehen habe. Ich habe sehr viel über Vergebung nachgedacht und es üben dürfen. Es ist interessant, wie das Beziehungen ändern kann. Es ist immer unsere Aufgabe, zu vergeben. Selbst wenn wir "nichts" gemacht haben. Wir müssen auch anderen vergeben können, erst dann fühlen wir uns frei. Was hat das jetzt mit Bekehrung zu tun? Vergebung bringt uns nicht nur anderen näher, sondern auch Christus. Es hilft uns Christus ähnlicher zu werden. Wir bekehren uns, da wir an etwas glauben, was von großem Wert ist, wir kehren von unseren Einstellungen, Gedanken, Taten um und lassen von ihnen, wir geben Raum für etwas Gutes und probieren es aus und arbeiten immer weiter daran.

Ich habe meiner Freundin etwas dazu geschrieben, was ihr auch wissen könnt. Sie hatte eine Frage und das war meine Antwort. Daraufhin dachte ich, ich sollte diesen Eintrag hier schreiben, weil es etwas so wichtiges für mich ist.
what i have learned this weekend: i really need something in common and to change my attitude. i thought about how i can change (even it's not my fault). I felt i need to forgive. and i felt guilty cause i couldn't till now. what happend can't be changed. but i can forget. it's difficult, painful, takes a lot of courage. it helped me to talk about it with friends i found out have same problems. to think and talk made me change. i see everything in a different, happy way. no bad feelings. if you don't have bad feelings for a person (cause you aren't sad anymore) it can start to change. it helped me to see we have something in common now. we have something to talk about. where we can be excited and help each other. that makes it easier for me to talk to these persons, forget everything else cause i am excited to talk with them and it makes me happy.

Und dabei möchte ich unbedingt sagen, ich konnte das nicht alleine ändern. Ich konnte mit 2 Freunden darüber reden. Ich bin so dankbar für Freunde, weil ich gesehen habe, wie Freunde sich gegenseitig unterstützen können. Das setzt allerdings auch Vertrauen voraus.

Mittwoch, 14. Februar 2007

Immer in Bewegung bleiben

In meiner Mittagspause bin ich noch mal durch alles gegangen, was ich bisher über Bekehrung gelesen habe. Da wurde mir erst bewußt, wie sehr ich grad in dem Prozess der Bekehrung drin bin. Für mich ist es ein Lebenswandel, dass ich mich frei entscheide, den Willen Gottes zu tun. Ich wende mich Gott zu und werde ein Jünger Christi, indem ich ihm nachfolge. Ich erlebe eine Verwandlung meines alten "ichs" in ein neues. Und dabei muss ich ständig etwas tun: Ich muss in Bewegung bleiben. Hinwendung zu Gott heißt ja, dass ich aktiv etwas tue und nicht stehen bleibe. Ich gehe auf ihn zu. Ich kann selber dadurch sehen, dass sich meine Einstellung zum Leben ändert und ich so viel Freude dadurch spüre. Irgendwie geht alles leichter, weil ich ein Ziel habe, auf das ich zu gehen kann. Jedes Mal wenn ich ein kleines Ziel erreicht habe, gibt es mir Kraft für ein neues.

Ich hoffe, dass wir alle immer in Bewegung bleiben und uns jeden Tag dadurch neu bekehren können!

Thema der Woche: Bekehrung

Sonntag hat ein Freund gefragt, wie wir uns ein Thema aussuchen, das wir studieren wollen. Naja, in letzter Zeit hatte ich das nicht so oft gemacht. Irgendwie kam ich dann darauf, dass ich diese Woche über Bekehrung studieren möchte. Aber ich wollte nicht einfach das Übliche dazu raussuchen und lesen. Ich möchte herausfinden, was Bekehrung wirklich bedeutet. Wir bekehren uns ja nicht nur, wenn wir die Kirche kennenlernen und uns entscheiden, getauft zu werden. Auch jeder, der in der Kirche aufwächst, kommt irgendwann an den Punkt, wo er sich bekehren muss. Und außerdem hört die Bekehrung ja nie auf. Wir müssen uns ja jeden Tag neu bekehren.
Ich habe bisher im Schriftenführer nachgeschlagen. Die Gedanken dazu schreibe ich aber später auf. Bei meinem Buch Mormon-Studium bin ich im 1 Nephi und auch dazu gab es einiges, wie sich Laman und Lemuel wieder (teilweise) bekehrt haben.
Der Herr möchte wirklich, dass ich mich mit diesem Thema auseinandersetze. Ich bin gerade wieder in einer Phase, wo ich mich wieder richtig zum Herrn bekehre und ihm noch näher komme. Aber der Herr schickt uns auch Menschen, damit wir uns intensiv damit beschäftigen. In einen Studentenportal hat mir heute eine JAE aus Bonn geschrieben. Sie wurde im Juli getauft und wir haben beide unsere Bekehrungsgeschichte erzählt. Es ist nicht nur, dass wir eine ähnliche Bekehrungsgeschichte haben, nein, es hilft mir intensiv darüber nachzudenken, wie ich mich bekehrt habe und was ich in den letzten 8 Jahren daraus gemacht habe. Genau heute vor 8 Jahren, am 14.2.99, war ich das erste Mal sonntags in der Kirche. Ich war schon genau ein Jahr lang jede Woche beim Tischtennis in der Gemeinde und bei allen Aktivitäten dabei, aber noch nie vorher beim Gottesdienst. Als ich am Sonntag dieses Thema ausgesucht hatte, war es mir gar nicht bewusst, was diese Woche für mich bedeutet. Noch eine Woche vorher vor 8 Jahren hatte ich plötzlich gewußt, dass ich irgendwann in dieser Kirche, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, getauft werde. Es ist also eine wirklich besondere Zeit, da meine persönliche erste Bekehrung da stattgefunden hat.
Ich werde in dieser Woche mehr zu meiner Bekehrungsgeschichte und allem anderen schreiben. Ich weiß, dass es so wichtig ist, dass wir uns immer wieder fragen, ob wir das Abbild Gottes in unserem Gesichtsausdruck haben. Das bringt uns dem Herrn näher und verleiht uns neue Kraft. Ich hoffe, ich kann am Ende der Woche Almas Frage beantworten.

Alma 5:14, 19
Und nun siehe, ich frage euch, meine Brüder [und Schwestern] in der Kirche: Seid ihr geistig aus Gott geboren? Habt ihr sein Abbild in euren Gesichtsausdruck aufgenommen? Habt ihr diese mächtige Wandlung in eurem Herzen erlebt? ... Ich sage euch: Könnt ihr an jenem Tag mit lauterem Herzen und reinen Händen zu Gott aufschauen? Ich sage euch: Könnt ihr aufschauen, wobei das Abbild Gottes eurem Gesichtsausdruck aufgeprägt ist?

Genealogie

Genealogie ist ja eigentlich ein Thema, was mich total interessiert und worüber ich mich sehr freue. Montag hatte ich das Thema beim Heimabend gemacht und wir haben genau darüber gesprochen.
Ich werde nicht viel darüber sagen, außer ich habe ein Zeugnis davon, dass wir durch Genealogie unsere Familie besser kennenlernen und sich unsere Herzen unseren Vorfahren zuwenden und umgekehrt. (Maleachi 3:23, 24) Es macht mir soviel Freude, etwas über meine Vorfahren zu erfahren, die ich nicht kannte. Irgendwie werden sie dadurch lebendig für mich. Wenn persönliche Geschichten dazukommen, werden sie wieder lebendig. Sie sind mehr als nur Namen.
Genealogie bringt Familien zusammen - über viele Generationen - durch die Siegelungsvollmacht im Priestertum. Es ist auch so für mich die größte Hoffnung, dass lebende Familien dadurch zusammengebracht werden.

Wie wichtig Genealogie ist, sagt eigentlich dieser Vers, zu dem man nichts weiter dazu sagen muss.

LuB 128:15:
Und nun, meine vielgeliebten Brüder und Schwestern, laßt mich euch versichern, daß es sich hier um Grundsätze hinsichtlich der Toten und der Lebenden handelt, die man im Hinblick auf unsere eigene Errettung nicht leichthin übergehen kann. Denn ihre Errettung ist für unsere eigene Errettung notwendig und wesentlich, wie Paulus in bezug auf die Väter gesagt hat—daß sie nicht ohne uns vollkommen gemacht werden können—, und auch wir können ohne unsere Toten nicht vollkommen gemacht werden.

Montag, 12. Februar 2007

Lass Tugend immerfort deine Gedanken zieren!

Laß dein Inneres auch erfüllt sein von Nächstenliebe zu allen Menschen und zum Haushalt des Glaubens, und laß Tugend immerfort deine Gedanken zieren; dann wird dein Vertrauen in der Gegenwart Gottes stark werden, und die Lehre des Priestertums wird auf deine Seele fallen wie der Tau vom Himmel.
- LuB 121:45

Das ist das Motto für die Jungen Damen und Männer in diesem Jahr. Und darum ging es auch bei der Jugendkonferenz an diesem Wochenende. Präsident Reiner (Pfahlpräsident) hat in einer Fireside zum Abschluss der Konferenz über Tugend gesprochen. Wir haben viele Schriftstellen dazu gelesen und ich habe mir auch selber Gedanken dazu gemacht.

Was ist Tugend überhaupt?
Laut dem Schriftenführer ist es Lauterkeit, sittlich hervorragende Eigenschaft, Macht, Stärke und sexuelle Reinheit. Mir fiel dazu ein anderes Wort ein: "sittlich rein"

Interessant war, was wir in einer Diskussion erarbeitet haben. Nur die Gebote halten, bedeutet nicht Tugend. Das ist einfach nur Gehorsam. Ich kann die Gebote aus unterschiedlichen Gründen halten. Erst die reinen Gedanken bedeuten Tugend. Dann habe ich die Gebote wirklich verinnerlicht. Auf Englisch bedeutet Tugend Virtue. Ich kann ja kein Latein, aber es wurde gesagt, es heißt Quelle der Kraft.
und laßt jedermann [...] Tugend und Heiligkeit vor mir üben
- LuB 38:24

Wie alles andere muss auch die Tugend geübt werden. Wir können es nicht auf einmal, sondern müssen Stück für Stück daran arbeiten. Das heißt ja auch, dass es uns nichts nützt Tugend einmal zu üben. Dann würden wir es verlernen. Es muss jeden Tag geschehen. Daraus bekommen wir Kraft immer Tugendhaft zu sein.

Für meinen Teil kann ich nur sagen, ich muss auch daran arbeiten, wirklich tugendhaft zu sein. Ich gebe mir schon die größte Mühe, aber ich weiß, dass ich es noch besser machen kann.

Wikipedia sagt das folgende über Tugend

Freitag, 9. Februar 2007

Halte die Gebote

In den letzten Tagen bin ich über so viele Schriftstellen gestolpert, wo es immer wieder heißt "wenn ihr meine Gebote haltet". Ich denke, es hat einen Grund, warum ich es immer wieder lese. Jedes Mal habe ich gespürt, es ist für mich. Ich kann mehr tun in meinem Leben. In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie ich es ein bisschen vernachlässigt habe. "Die Gebote halten" ist für mich auch gleichzusetzten mit "den Herrn an erster Stelle stellen". Diese Woche habe ich gemerkt, wie mich das wieder mehr aufbaut und dem Herrn näher bringt.

Einige Beispiele aus dem Buch Mormon:

1 Nephi 15: 8-11
Laman und Lemuel verstehen nicht den Vergleich mit den natürlichen Zweigen des Ölbaums. Nephis einfache Antwort:
Habt ihr den Herrn befragt? ... Wie kommt es, dass ihr die Gebote des Herrn nicht haltet? ... Wenn ihr euer Herz nicht verhärtet und mich im Glauben bittet, im Vertrauen darauf, dass ihr empfangen werdet, mit Eifer im Halten der Gebote, so wird euch dies gewisslich kundgetan werden.

Also, wenn ich die Gebote halte, wird der Herr mir antworten.
Vers 25:
Die eiserne Stange in Lehis Vision vom Baum des Lebens ist das Wort Gottes. Und das hilft mir den Weg zum Baum des Lebens zu gehen, wenn ich mich daran festhalte. Ich kann nicht irre gehen. Deswegen ist es so wichtig,
dem Wort Gottes Beachtung zu schenken und darauf bedacht zu sein, seine Gebote jederzeit in allem zu halten

noch einige andere Beispiele
1 Nephi 16:4:
mit allem Eifer, die Gebote Gottes zu halten.

1 Nephi 17:3, 13, 15:
3. Und wenn es so ist, dass die Menschenkinder die Gebote Gottes halten, nährt er sie und stärkt sie und bereitet Mittel, wodurch sie das vollbringen können, was er ihnen geboten hat;
...
13. Und ich will auch euer Licht in der Wildnis sein; und ich will den Weg vor euch bereiten, wenn es so ist, dass ihr meine Gebote haltet;
...
15. Darum bemühte ich, [Steffi], mich, die Gebote des HErrn zu halten

Und dann das beste zum Schluss daraus, wenn ich die Gebote halte:
Vers 50:
Wenn Gott mir geboten hätte, was immer zu tun, könnte ich es tun

mein persönliches Schriftstudium

Ich dachte, damit ich mein Schriftstudium effektiver machen kann, werde ich vieles hier reinschreiben. Mir fällt es einfacher auf dem Rechner meine Gedanken zu schreiben als auf Papier. Und es hat ja einen Vorteil. Ich kann meine Notizen überall lesen. Achja, da ist noch ein 2ter Vorteil: Ihr habt auch was davon. ;) Ich würde mich über eure Gedanken/ Erfahrungen zu den einzelnen Themen freuen.